23.03.2017, von Ralf Kosse

Was macht die Jugendgruppe denn so? - Stiche und Bunde -

Was macht die Jugendgruppe eigentlich so an ihren Dienstabenden (immer Mittwochs ab 18:30)? Am 22. März 2017 standen "Stiche und Bunde", also Knotenkunde, auf dem Programm.

Fotos: Ralf Kosse

Für's THW ganz wichtig, vom Festknoten eines Seils an einen Balken, damit der hochgezogen werden kann, bis zum kompletten "China-Steg" aus mehreren hundert Leinen kann man damit alles machen. Auch für den Privat-Gebrauch praktisch, denn wer möchte schon nur mit dem "Hausfrauen-Verzweiflungsknoten" durchs Leben gehen?

Die "Stiche und Bunde", also die Knoten, beim THW sind dieselben, wie sie auch Seefahrer seit zum Teil Jahrtausenden benutzen, sie genügen drei einfachen Anforderungen: Sie müssen sich schnell und einfach knoten lassen. Sie müssen sich wieder leicht lösen lassen, auch wenn sie starke Belastungen hinter sich haben, also stark festgezogen wurden. Und sie müssen umso stärker halten, je stärker man an ihnen zieht.

Am Mittwoch, dem 22.0 März 2017 übte die Jugendgruppe des Gronauer THW auf dem Hof der Unterkunft zuerst die üblichen Stiche und Bunde wie "Mastwurf", "einfacher Ankerstich", "Doppelstich" und viele mehr. Wer die Knoten schon vom Segeln (dort heißen sie anders), den Pfadfindern oder sonstwo kennt, ist da natürlich im Vorteil.

Als Höhepunkt der Stiche und Bunde wurden die Knoten beim "Aufbinden" praktisch eingesetzt: Verletzten-Darsteller wurden mit Leinen auf den THW-Tragen festgebunden, so dass sie auch in unwegsamem Gelände nicht von den Tragen fallen. Hier sieht man: Im THW lernt man Stiche und Bunde nicht zum Selbstzweck, sondern man setzt sie praktisch ein!


  • Fotos: Ralf Kosse

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