26.05.2008, von Jörg Wilming

Tierische Rettungsaktion mit Happy End

Große Rettungsaktion mit Happy End: Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Schornsteinfeger waren am Donnerstag am Bürener Damm gefragt, um ein Leben zu retten. Mit Erfolg: Der aus einer äußerst misslichen Lage Befreite bedankte sich am Ende mit einem leisen „Wuff“ und wedelte mit dem Schwanz. So machen es Dackel eben.

Was war geschehen? Bereits am Mittwoch hatte sich Dackel Emma vermutlich jagend in einen Kaninchenbau begeben, dessen Gänge sich unter der Doppelgarage des Halters verzweigten. Dort steckte der Vierbeiner fest – er kam weder vor noch zurück. „Der Besitzer hat seinen Hand jaulen gehört und ihn immer wieder gerufen, konnte aber nichts machen“, berichtet Stadtbrandinspektor Christian Nolte. An ihn wandte sich der Tierhalter gestern um 10 Uhr. Nolte fuhr raus und zog vor Ort den Schornsteinfegermeister aus Stadtlohn hinzu. Der setzte seine Endoskopkamera ein, so dass sich der Hund auf etwa 1,50 Meter genau orten ließ.

Weil dem Tier von außen nicht beizukommen war, ging die Rettungsaktion weiter: Das THW aus Gronau wurde alarmiert und rückte mit zwei Fahrzeugen an. Mit einer Betonsäge schnitten die Helfer schließlich ein etwa 50 Mal 50 Zentimeter großes Loch in den Garagenboden. So konnte der eingeklemmte Hund gegen 14 Uhr befreit und seinem Halter übergeben werden – durstig, hungrig und etwas schwach, ansonsten aber wohlbehalten. „Bei Mensch und Tier war die Freude groß“, berichtet Nolte. Ohne die Rettungsaktion wäre Emma elendig verreckt. 

Dass die Feuerwehr für Tiere ausrückt, ist nicht neu. „Wir haben schon einen halben Zoo gerettet“, schmunzelt Nolte. Vom Aufwand her sei die gestrige Rettungsaktion aber schon eine Besonderheit. Wie es mit den Kosten aussieht? Seitens der Stadt Gescher wird eine Tierrettung nicht in Rechnung gestellt. Wie dies beim THW gehandhabt werde, sei zu prüfen.


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