11.04.2013, von Hans Dieter Meyer

Netzersatzanlagen sorgten am Driland-See für Strom

THW Gronau und Nordhorn übten die Ausleuchtung einer Großschadenslage

Die Fachgruppe Elektroversorgung ist das mobile Elektrizitätswerk des Technischen Hilfswerks.  Neben den Bergungsgruppen ist diese Fachgruppe ein weiterer Bestandteil des THW in Gronau.  Notstromaggregate mit Leistungen von 20 KVA,  50 KVA und 170 KVA sorgen dafür, dass bei Stromausfällen gerade im hiesigen Gebiet  der nötige „Saft“ produziert wird, damit Krankenhäuser und Altenheime, aber auch abgelegene landwirtschaftliche Betriebe mit Strom versorgt werden. Wie wichtig diese Stromversorgung ist, zeigte vor einigen Jahren  der Ausfall des Stromnetzes durch eine Naturkatastrophe. Die Fachgruppe Elektroversorgung verfügt über Netzersatzanlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von 200 KVA, was ungefähr 200000 Watt entspricht. Die schallgedämpften Aggregate können auch als parallele Einspeisungen benutzt werden. So kann das THW mit mehreren, parallel angeschlossenen Aggregaten durchaus einen Ortsteil vorübergehend mit Strom versorgen.

Neben der Stromerzeugung und Einspeisung sind die Spezialisten dieser Gruppe in der Lage, zur Unterstützung der Energie-Versorgungs-Unternehmen  und anderer Anlagen- und Netzbetreiber nach deren Weisung Reparaturen auf Niederspannungsebene vorzunehmen.

Jetzt zeigte genau diese Fachgruppe Elektroversorgung des THW Gronau am Drilandsee ihr Können. Um abends und nachts eine große Schadensstelle auszuleuchten, muss kurzfristig eine große Menge Strom erzeugt werden. Damit steht  Feuerwehren und weiteren Rettungskräften die zum Bergen und Retten notwendige Beleuchtung auch in der Dunkelheit zur Verfügung. 

Am östlichen Teil des Sees bauten die ehrenamtlichen Helfer Scheinwerfer und Stative auf und betrieben die schweren Notstromaggregate. Die 17 Einsatzkräfte aus Gronau wurden verstärkt durch weitere Kräfte aus Nordhorn. Sie waren mit 15 Personen und weiteren Netzersatzanlagen zur gemeinsamen Übung am Drilandsee erschienen.

Kurz nach dem Erreichen der  angenommenen Großschadensstelle begannen die Aufbauarbeiten. Alle Geräte funktionierten einwandfrei und die starken Scheinwerfer erhellten diesen Teil es Sees am späten Freitagabend  in ein gespenstisches Licht.

In diesem Zusammenhang weist das Technische Hilfswerk darauf hin, dass zum Betreiben der Netzersatzanlagen und für den Katastrophenschutz immer wieder Elektriker gesucht werden, die Freude daran haben, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Anforderungen an die Helfer  dieser Fachgruppe erfordern beruflich einschlägige Ausbildung und Kenntnisse. Interessenten können sich jeden Freitagabend ab 19 Uhr in der THW-Unterkunft, Vereinsstraße 135 in Gronau informieren. 


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