10.03.2017

Motorsägen-“Führerschein“ beim THW Gronau

Am Freitag dem 3.03.2017 endete ein weiterer Lehrgänge "Bediener Motorsäge" im THW Ortsverband Gronau erfolgreich

Motorsägen-“Führerschein“ beim THW Gronau

Text: Ralf Kosse

Fotos: Dieter Heupink, Ralf Kosse


Wer in einem öffentlichen Forst sein Brennholz selbst sägen möchte, braucht in den meisten Fällen den Motorsägenschein, ein mittlerweile immer häufiger geforderter Nachweis über den sicheren Umgang mit der Motorkettensäge, die Gefahren beim Baumfällen und den Umgang mit den benötigten Werkzeugen. Dieser Nachweis ist auch seit einigen Jahren beim Technischen Hilfswerk (THW) verpflichtend. Die ehrenamtlichen Helfer dürfen Motorsägen nur nach dem Abschluss der Module A und B der „Ausbildung Motorsäge“ in Einsätzen und Übungen bedienen. Dabei handelt es sich einerseits um Arbeiten im Trümmergelände und Stechschnitte in Gebäudedecken, sowie das Entasten und Fällen von Bäumen.

 

Am vergangenen Freitag endete ein weiterer dieser Lehrgänge im THW Ortsverband Gronau. Seit Anfang Februar bildeten die beiden Gronauer Brüder Martin und Reinhard Wissing, welche als THW-Bereichsausbilder für den gesamten Geschäftsführerbereich Wesel zuständig sind, sechs ihrer Gronauer THW-Kameraden an der Motorkettensäge aus. An vier Freitagabenden wurden die theoretischen Grundlagen aus den Bereichen Arbeitsschutz, Baumerkundung, Ergonomie, Fälltechniken, das Sägen von Sturmholz sowie die Werkzeugpflege behandelt.

 

An drei Samstagen ging es in ein Waldstück in Epe, welches vom Landwirt Krefter zum Üben zur Verfügung gestellt wurde. Dort wurde in der Praxis die „Baumansprache“ geübt, die verschiedenen Arten von Fällschnitten, sowie das Fällen von Bäumen selbst. Auf Sicherheit wurde hier besonderen Wert gelegt, da bei unachtsamem Arbeiten schnell Unfälle passieren. Insbesondere im Einsatzgeschehen des THW, wie beispielsweise häufig nach Stürmen, handelt es sich um Ausnahmesituationen welche sicher beherrscht werden müssen. Daher umfasst der THW-Lehrgang auch Spezialkenntnisse über Sturmschäden, welche im Motorsägenschein für öffentliche Forste so nicht benötigt werden.

 

In der praktischen Prüfung wurde von jedem Prüfling eigenständig und ohne Fremdhilfe je ein besonderer Baum gefällt, in der Theorie-Prüfung am vergangenen Freitag wurde dann noch das umfangreiche Wissen abgefragt. Kurz vor Mitternacht hatten alle sechs Prüflinge ihre Urkunden über die Module A und B in den Händen und können sich nun „Bediener Motorsäge“ nennen. Dank gegenseitiger Anerkennung der Ausbildungen können die Scheine des THW auch in privaten und öffentlichen Forsten nach den Anforderungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) genutzt werden.


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