14.07.2022, von Ralf Kosse

Ein Jahr nach der Flut

Rückblick auf die Flutkatastrophe nach Tief "Bernd"

Die Unwetterkatastrophe nach Tief „Bernd“ vom 14. auf den 15. Juli 2021 hinterließ im Süden und Westen Deutschlands ein verheerendes Bild der Zerstörung. Vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch in Bayern und Sachsen führte das Unwetter zu starken Überflutungen, es war eine der schlimmsten Naturkatastrophen, die Deutschland je erlebt hat.

Der folgende Einsatz war der größte in der Geschichte des THW. Kräfte aus allen 668 Ortsverbänden waren in Folge der Unwetter im Einsatz, auch wir vom THW Gronau waren von Anfang an mit dabei. Über einen Zeitraum von zweieinhalb Monaten waren rechnerisch insgesamt 82 Helferinnen und Helfer aus Gronau unterwegs und vor Ort tätig, um zu helfen.

Direkt zu Anfang des Einsatzes waren unsere Helferinnen und Helfer im Raum Weilerswist und Heimerzheim mit der Evakuierung von Personen beschäftigt, mit dem Auspumpen von Kellern und der Erzeugung von Notstrom. In den Tagen nach dieser "heißen Phase" wurde der Bereitstellungsraum am Nürburgring für mehrere Tausend Einsatzkräfte mit ausgebaut, später zum Teil auch von unseren Kräften betrieben. Es folgten längerfristige Einsätze für unsere Fachgruppe "Elektroversorgung", die die Stromversorgung in den Überflutungsgebieten wiederherstellte und Notstrom erzeugte. Bis Ende September halfen Gronauer Köche im Bereitstellungsraum bei der Versorgung der eingesetzten THW-Einheiten, erweiterten zwei unserer Kräfte kurzzeitig die Belegschaft im Logistikzentrum Hilden und unterstützten Experten für Arbeitssicherheit und Medienarbeit die Einsatzstäbe vor Ort. Dabei wurden 3677 Einsatzstunden geleistet.

Andere THW-Einheiten aus dem gesamten Bundesgebiet bauten Notbrücken, erzeugten Trinkwasser und stellten Infrastruktur wieder her. Es wurden Gefahrgüter geborgen, Notunterkünfte gebaut und Fluten eingedämmt. Sämtliche 25 Fachfähigkeiten des THW wurden eingesetzt, insgesamt haben die über 17.000 meist ehrenamtlichen Einsatzkräfte gut 2,6 Millionen Einsatzstunden geleistet.


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