Mannschaftslastwagen Typ 4 (MLW 4)

Der MLW 4 dient zur Beförderung der Einsatzmannschaft, als Geräteträger für die Ausstattung und zum Transport von Arbeitsmaterial und Sachgütern. In unserem Ortsverband ist er der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) zugeteilt und beherbergt eine große Auswahl von Werkzeugen und (schwerem) Arbeitsgerät.

Der MLW 4 ist als LKW Ladebordwand mit Mannschaftsklabine ausgeführt und bietet somit neben dem Platz für sieben Helfer (drei vorne und vier in der Mannschaftskabine dahinter) eine große Ladefläche samt hydraulischer Ladebordwand. Auf der Ladefläche, wettergeschützt mit Plane und Spriegel, ist Platz für die Rollcontainer mit den Geräten der Fachgruppe N. Nach dem Abladen der Rollcontainer kann aber auch alles mögliche wie Sandsäcke, Gerüste, Ersatzteile, große Ausrüstung und sonstige Sachgüter transportiert werden. Damit eignet sich der MLW4 auch als fernab der Fachgruppe N als Transportfahrzeug für Logistik-Aufgaben.

Angetrieben von einem 184KW (250 PS) starken Diesel-Motor mit Automatikgetriebe kann das Fahrzeug mit seinen etwa 8,9 Tonnen Gewicht insgesamt 5,2 Tonnen Gewicht zuladen. Gebremste Anhänger bis 16 Tonnen Gewicht können gezogen und geschoben werden, dazu ist im Heck sowohl eine LKW-Maulkupplung als ein Kugelkopf für PKW-Anhänger angebaut. Ein zuschaltbarer Allradmodus mit Geländeuntersetzung und Differenzialsperren für alle Achsen erhöhen die Geländegängigkeit in Einsätzen in schwierigem Gelände enorm.

Das Fahrzeug ist weiterhin mit Extras wie eine Rückfahrkamera mit Mikrofon, Arbeitsscheinwerfer, Funkgeräte für analogen BOS-Funk, sowie dem digitalen Tetra-System für BOS, Laderaum-Innen-, sowie genereller Umfeldbeleuchtung, und äußerst praktischen Zurrschienen zur Ladungssicherung ausgerüstet. Blaulichter auf dem Dach der Fahrerkabine, auf dem Heck, sowie Blaulichtblitzer auf dem Kühlergrill schaffen hervorragende Sichtbarkeit bei der Anwendung der Sonderrechte im Einsatzfall.

Im Regelfall ist das Fahrzeug mit den Rollcontainern der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung bestückt, die aber dank Ladebordwand in Windeseile abgeladen werden können. In den Rollcontainern findet sich grundsätzlich das Gerät der ehemaligen "Bergungsgruppe 2", aber auch weitere Ausstattung. Neben handelsüblichem Kleinwerkzeug auch Großwerkzeug wie Schaufel, Krankentrage, ein tragbares Stromaggregat, Leitern und Stützen für einsturzgefährdete Häuser. Daneben Spezialwerkzeug für die Menschenrettung, beispielsweise das Abseilgerät sowie unterschiedliche Tragen, die auch als Seilbahn verwendet werden können.

Auch verschiedenste Geräte zum Anheben schwerer Lasten sind Bestandteil der Beladung. Sie werden benutzt, um Betontrümmer oder Teile verunglückter Fahrzeuge anzuheben. Betrieben werden sie mit verschiedenen Methoden: von Luft über Öldruck bis hin zum Hebelprinzip.