Die Betonkettensäge

Die Betonkettensäge gibt es im THW seit Ende der 1990er Jahre. Da mindestens zwei Betonkettensägen pro THW-Geschäftsführerbereich vorhanden sein sollen, bekam der OV Gronau Ende 2000 auch einen dieser 'Allesfresser'.

Vom Prinzip her funktioniert die Beton-Kettensäge ähnlich wie die normale Kettensäge zum Sägen von Holz. Jedoch sind die Zähne der Betonsäge mit einem gebrannten Diamant-Gemisch versehen, wie dies auch bei Flex-Scheiben üblich ist. Ausserdem bewegt sich die Kette der Betonsäge wesentlich langsamer als die einer Holz-Säge. Somit spant die Betonsaege nicht große Stücke vom Beton ab, wie es die Holzsäge tut, sondern sie schleift kleine Partikel ab, wie eine Flex.

Doch die Säge sägt nicht nur Beton bis zu einer Tiefe von 38 cm, sondern alle Arten von Gestein, und das besonders erschütterungs-, sowie staubfrei (der Staub wird durch das Kühlwasser gebunden). Daher eignet sie sich sogar, um z.B. Eisenbahn-Waggons aufzuschneiden, wie dies nach der ICE-Katastrophe von Eschede erprobt wurde.

Da die Säge hydraulisch (mit Öldruck) betrieben wird, ist für den Betrieb ein spezielles Hydraulik-Aggregat vonnöten. Dieses Aggregat versorgt die Säge mit einem Öldruck von 140 Bar bei 30 Litern Öl pro Minute, und läuft mit einem 7,5 KW-Elektromotor. Daher wird mindestens ein Notstrom-Aggregat mit 8 KW benötigt. Da dieses jedoch nur auf dem neuen GKW1 zu finden ist, kann auch der 50 KVA Aggregat-Anhänger der 2. Bergungsgruppe benutzt werden.

Das Öl wird der Säge durch einen Schlauch zugeführt, und durch einen Zweiten wieder zurück zum Aggregat geleitet, wie bei allen Hydraulik-Geräten (beim THW z.B. der Schere/Spreizer-Satz). Zusätzlich hat die Säge noch einen dritten Schlauch: sie muss beim Sägen mit Wasser gegen Überhitzung geschützt werden.Wenn das Aggregat gestartet und die Säge daran angeschlossen ist dann kann man auch schon loslegen!

Im Jahr 2016 beschaffte die THW-Helfervereinigung Gronau eine weitere Betonkettensäge, diese Version arbeitet jedoch mit einem Verbrennungsmotor in der Säge selbst und ist damit flexibler einsetzbar.