12.07.2016, von Ralf Kosse

Verlagerte Standortausbildung in Hamminkeln

Ob bei den aktuellen Unwettern, im Rahmen der Flüchtlingshilfe oder nach dem Erdbeben in Nepal – die Bereitschaft Menschen zu helfen, zeichnet alle THW-Angehörigen aus. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Genau das umschreibt der erste Leitsatz des THW.

Wir sind jederzeit bereit, in Deutschland und weltweit zu helfen“, so lautet der erste von zehn Leitsätzen des THW, die in den kommenden Monaten in den THW-Kanälen der sozialen Medien näher vorgestellt werden. Zum Auftakt verrät THW-Präsident Albrecht Broemme, was für ihn den ersten Leitsatz ausmacht. Für Broemme zählt hier vor allem die Einstellung: „Die Einsatzbereitschaft ist eine Frage der inneren Einstellung. Denn die innere Einstellung führt dazu, dass Helferinnen und Helfer regelmäßig Übungen und Ausbildungen besuchen.“

Es ist schon Tradition beim THW Gronau,  dass einmal im Jahr eine verlagerte Standortausbildung durchgeführt wird. Wie schon so oft ging es diesmal wieder auf das THW-Übungsgelände des Landes Nordrhein-Westfalen nach Hamminkeln bei Wesel. Zwanzig Helferinnen und Helfer, darüber hinaus 14 Jugendliche übten das, was ihnen Monate zuvor in der Theorie beigebracht wurde. Zugführer Torsten Lammers hatt mit seinen Gruppenführern im Vorfeld das Übungsszenario erstellt. Gleich bei Ankunft auf dem Übungsplatz am vergangenen Freitagabend zeigten die THW-Mitglieder ihr Können. Das Drehbuch  sprach von einer Großschadenslage nach illegalem Autorennen. Mehrere Verletzte wurden geborgen. Es sah alles sehr realistisch aus, denn Jugendbetreuerin Meike Kemper hatte zuvor die Verletztendarsteller mit Theaterschminke auf ihren Einsatz vorbereitet. Das Thema Rettung und Bergung stand ebenfalls auf dem Plan. Die Suche und die Ortung Verschütteter sowie deren Bergung unter Zuhilfenahme eines ausgebildeten Rettungshundes spielte eine wesentliche Rolle.

Am Samstag war das Brennschneiden sowie das Abseilen und Retten aus Höhen das Übungsziel. Dem folgte eine ausgedehnte Übung, bei der eine Gasexplosion simuliert wurde. Hier war der Einsatz unter schwerem Atemschutz gefragt, das Brennschneiden, die Verletztensuche und die Höhenrettung. Neben eingesetzten Dummies stellten aufwändig geschminkte Jungendliche der Jugendgruppe die Verletzten dar.

Am Sonntagvormittag fuhren die Übungsteilnehmer mit ihren Fahrzeugen und dem Gerät wieder zurück nach Gronau und meldeten der Kreisleitstelle um die Mittagszeit wieder die Einsatzbereitschaft des Technischen Zuges. Die Verpflegungszubereitung lag während der gesamten Übung in den Händen von Martin Hartmann und seinen ebenfalls ehrenamtlichen Mitarbeitern.


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