04.07.2017, von Ralf Kosse

Tour de France 2017 – THW Gronau hilft beim Radrennen

Gronauer bei der "Tour de France" am Start? Ja. Allerdings nicht im Gelben Trikot, sondern in der blauen Arbeitskluft des Technischen Hilfwerkes. Insgesamt 17 THW-Helfer waren in Mönchengladbach als Streckenposten im Einsatz.

Fotos: Robin Reer, THW Gronau

In diesem Jahr startete die 104. Tour de France am Samstag in Düsseldorf, führte Sonntag bis nach Lüttich in Belgien und in den nächsten Tagen weiter nach und natürlich durch Frankreich. Damit war die Tour zum vierten Mal in Deutschland. Die 203km lange Etappe vom Sonntag verlief durch 16 deutsche Kommunen wie Mönchengladbach, Neuss oder Aachen.

Das Technische Hilfswerk (THW) als Einsatzorganisation des Bundes im Bevölkerungsschutz unterstützte den Start in Deutschland mit über 1000 ehrenamtlichen Hilfskräften entlang der Strecke, und schon Monaten vorher bei der Vorbereitung und Planung. Zudem schickte das THW auch seine Fachberaterinnen und Fachberater in die Einsatzleitungen entlang der Rennstrecke, um mit der Fachkompetenz der Helfer in blau zu beraten und über die Einsatzmöglichkeiten des THW zu informieren.

Die 17 ehrenamtlichen Gronauer THW-Helferinnen und -Helfer fuhren am frühen Sonntagmorgen um 5:45h in Richtung Mönchengladbach, um ihre Einsatzorte einzunehmen. Die Aufgaben waren insbesondere der Betrieb von Notschleusen für Rettungskräfte, und natürlich die Bereitschaft, in sonstigen Unglücken jederzeit sofort helfen zu können. Das THW hielt Fahrzeuge und Kräfte sowohl für Lotsendienste als auch für Lautsprecherdurchsagen vor. Mit letzteren hätte die Bevölkerung vor Gefahren, z.B. im Falle eines aufziehenden Unwetters, gewarnt werden können.

Außerdem standen die THWler als Ansprechpartner für Passanten und Anwohner zur Verfügung - nicht wenige hatten Fragen nach Ausweichrouten und Umfahrungsmöglichkeiten für die gesperrten Straßen. Die 17 Gronauer arbeiteten in „ihrem“ etwa 1000m langen Abschnitt mit insgesamt 44 THW-Helferninnen und Helfern, darunter auch die THW-Ortsverbände Kempen und Herten. Der Gronauer THW-Zugführer Torsten Lammers stand als Verantwortlicher für die Gronauer Kräfte per Funk in direktem Kontakt zum Abschnittsleiter und zur Einsatzleitung vor Ort.

Lammers berichtete von starken Regenfällen, die den Helferinnen und Helfern zu schaffen machten. Um 12:30 etwa raste das Teilnehmerfeld an den Helfern in blau vorbei – nach nicht einmal 3 Minuten war das Feld der Radrennfahrer schon wieder vorüber. Die Sperrungen blieben noch länger bestehen, folgten doch noch hunderte Fahrzeuge mit Ersatzfahrrädern, Verpflegung und Kameras. Versorgt wurden das THW laut Lammers mit Lunchpaketen bereits am Morgen, somit musste niemand während des Rennens oder der vorher stattfindenden, 200 Fahrzeugen starken Werbekarawane seinen Posten verlassen und konnte sich voll auf die Sicherungsaufgaben konzentrieren.

Erst am Abend um kurz nach 20 Uhr kehrten die Gronauer zurück zur THW Unterkunft – zwar nicht mit dem Rad, dafür aber in drei blauen Einsatzfahrzeugen vom THW.


  • Fotos: Robin Reer, THW Gronau

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