13.08.2012, von Hans Dieter Meyer

THW Gronau bei Rescue Vlissingen

Gronauer THW-Helfer vertraten Deutschland bei „Rescue Vlissingen“ in den Niederlanden

Das Zeeland-Gefühl ist unbeschreiblich, sagt ein Reiseprospekt.  Die Erfahrung der Ruhe, in einer schier unendlichen Weite und vom beeindruckenden Himmel umrahmt. Eine Küste mit breiten Stränden, wo Schiffe ihren Hafen suchen. Der Wind spielt mit den Haaren. Um verstreute Kirchtürme gescharte Dörfer, wo der echte Zeeländer seine Wärme findet. Ein wenig poetisch?  Mag sein. Nun konnten sich vier THW-Helfer aus Gronau davon überzeugen. Sie beteiligten sich auf Anforderung der Niederländer an der größten Rettungs-Schau, der „Rescue Vlissingen“,  die alle zwei Jahre im niederländischen Vlissingen stattfindet. Das war schon beeindruckend, was da auf die Beine gestellt wurde. Zum achten Mal fand diese spektakuläre Veranstaltung statt, an der sich, abgesehen von einem Seaking-Hubschrauber der Bundesmarine aus Kiel, als einzige deutsche Teilnehmer das THW präsentieren konnte. Der THW-Landesverband NRW hatte dazu gemeinsam mit  der Geschäftsstelle in Wesel den Ortsverband Gronau ausgewählt, der nun am Strand von Vlissingen das auf dem Gerätekraftwagen verlastete Material präsentierte und Auskünfte über die weltweit tätige Hilfsorganisation des Bundes gab.

Die Seepromenade am Strand in Vlissingen füllte sich am Morgen des Ausstellungstages mehr und mehr mit Rettungs- und Feuerwehrgerät. Unter all den roten und rot-gelben Fahrzeugen stach das THW-Blau besonders hervor und wirkte als Magnet für die ungefähr 80000 Zuschauer, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Eine Organisation wie das Technische Hilfswerk, die auch international bei Erdbeben, Hochwasser und anderen Katastrophen eingesetzt werden kann, ist in den Niederlanden kaum bekannt. Daher wurden die vier Helfer aus Gronau auch mit vielen Fragen konfrontiert. Es ist schon erstaunlich, dass sich das THW in den vergangenen 60 Jahren seit seiner Gründung kontinuierlich zu einer der modernsten Hilfsorganisationen weltweit entwickelt hat und einen großen Anerkennungswert auch in anderen Ländern findet. Der erste große Einsatz waren übrigens Reparaturarbeiten nach der Sturmflut 1953 in den Niederlanden. Sie markieren den Beginn der Einsätze des THW im Ausland.

Parallel zu der Ausstellung auf der Promenade zeigten internationale Kunstflieger mit Flächenflugzeugen ihr Können. Aber auch eine stattliche Anzahl von Hubschraubern wurde eingesetzt. Sie standen zur Besichtigung auf bestimmten Plätzen im Stadtgebiet und demonstrierten zwischendurch das Retten von Schiffbrüchigen.  Dabei war der aus Kiel angereiste Seaking-Hubschrauber der Bundesmarine ein magischer Anziehungspunkt.

Begeistert zeigten sich die Gronauer THW-Helfer von der Freundlichkeit und der Hilfsbereitschaft der Organisatoren, aber auch der Bevölkerung. Als gern gesehene Gäste und Teilnehmer der Großveranstaltung wurden sie überall freundlich begrüßt und versorgt. Die Unterbringung erfolgte gemeinsam mit den deutschen Marinepiloten in der Marinekaserne in Vlissingen.


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