Neujahrsvorsätze mit Sinn: Ehrenamt im Katastrophenschutz

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Neue THW-Grundausbildung startet im Januar 2026. Es sind noch ein paar Plätze frei!

Bei Verkehrsunfällen kommt die hydraulische Schere zum Einsatz - sie ist auch Bestandteil der Grundausbildung im THW. Foto: Jens Jansen

Haben Sie bereits Neujahrsvorsätze gefasst? In wenigen Tagen beginnt das Jahr 2026 – für viele Menschen Anlass, mehr Sport zu treiben, sich stärker zu engagieren oder bewusster Zeit mit anderen zu verbringen. Wie praktisch wäre es, all das zu verbinden? Zum Beispiel mit einem Ehrenamt im Katastrophenschutz.

Das Technische Hilfswerk (THW) Gronau weist darauf hin, dass sich Anfang Januar wieder eine Gelegenheit bietet, ehrenamtlich in der Einsatzorganisation des Bundes mitzuwirken. Das THW leistet technische Hilfe bei Katastrophen, Unglücksfällen und Notlagen. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unterstützen Kommunen, Feuerwehren und andere Organisationen mit spezieller Ausrüstung und Fachwissen – sowohl in Deutschland als auch weltweit. Zu den Aufgaben zählen unter anderem die Suche und Rettung von Verschütteten und Verunfallten, Bekämpfung von Hochwasser, Brückenbau, die Erzeugung großer Mengen Notstrom sowie viele weitere technische Hilfeleistungen.

Jens Jansen, Ausbildungsbeauftragter des THW Gronau, kündigt den Start der neuen Grundausbildung an: „Am 9. Januar 2026 findet um 19.30 Uhr die Auftaktveranstaltung zu unserer diesjährigen Grundausbildung statt. In unserer THW-Unterkunft an der Vereinsstraße 135 geben wir zunächst einen Überblick über die Mitarbeit im THW und beantworten alle offenen Fragen.“ Aktuell gehören bereits sechs Personen zur neuen Ausbildungsgruppe, darunter drei aus der THW-Jugend. „Es ist aber noch Platz für eine kleine Handvoll weiterer Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, so Jansen.

Die Grundausbildung ist der erste Schritt auf dem Weg zur Helferin oder zum Helfer im THW. Daran schließen sich zahlreiche Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten an. „In der Grundausbildung vermitteln wir die wichtigsten Grundlagen“, so der Ausbilder. „Dazu gehören nicht nur der Umgang mit THW-spezifischer Technik, sondern auch elementare Einsatzkenntnisse wie Knoten, Sicherheitsregeln, Fahrzeugkunde und der Umgang mit Gefahrstoffen. Besonders beliebt sind natürlich die schweren Einsatzgeräte wie Hebekissen, hydraulische Scheren oder Motortrennschleifer.“ Jansen selbst ist seit den frühen 1990er-Jahren im THW Gronau aktiv und kennt die Themen aus dem Effeff.

Angesprochen sind Frauen und Männer im Alter von 17 bis 65 Jahren, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. „Alles, was man im THW können muss, lernt man auch hier“, betont Jansen. „Vom ersten Knoten bis zum Fahren von Baggern oder Booten und dem Einsatz von Spezialwerkzeug.“ Gerade weil fast alle Helferinnen und Helfer ehrenamtlich tätig sind, profitiere das THW von den vielfältigen beruflichen Erfahrungen seiner Mitglieder. „Jede und jeder bringt andere Perspektiven mit – das ist ein großer Vorteil bei unserer vielseitigen Arbeit.“ Und im Gegenzug profitieren auch die Arbeitgeber von den im THW gelernten Fähigkeiten. Die im THW erworbenen Führerscheine etwa sind auch privat nutzbar und so mancher THWler konnte das Wissen über Werkzeuge und Baustatik beim eigenen Hausumbau einsetzen.

Einige Berufe sind im THW besonders gefragt. Elektrofachkräfte können sich beispielsweise in der Fachgruppe Elektroversorgung engagieren. Maurer, Architekten oder andere Bauexperten werden im Trupp Einsatzstellensicherungssystem benötigt, der mit modernen Lasermessgeräten die Standfestigkeit von Bauwerken überwacht. „Aber auch eine Verkäuferin oder ein Koch ist bei uns manchmal ganz froh, in der Bergungsgruppe mit der Motorsäge zu arbeiten oder ein Brennschneidgerät zu bedienen“, sagt Jansen schmunzelnd. So bietet das THW nicht nur sinnvolles Engagement, sondern auch einen Ausgleich zum Berufsalltag – ein wenig Abenteuer inklusive.

Die Grundausbildung dauert rund ein halbes Jahr und endet mit einer halbtägigen Prüfung in Theorie und Praxis. Anschließend können die neuen Helferinnen und Helfer direkt an Einsätzen teilnehmen – von kleineren Aufgaben wie dem Auspumpen von Kellern oder dem Beseitigen von Sturmschäden bis hin zu mehrtägigen oder sogar mehrwöchigen Einsätzen. In der Vergangenheit waren das für das THW Gronau unter anderem Hochwassereinsätze an Elbe und Oder, das Münsterländer Schneechaos, die Flut im Ahrtal sowie Auslandseinsätze in Albanien, Somalia und Frankreich.

 

Info-Veranstaltung und Auftakt der Grundausbildung:
Freitag, 9. Januar 2026, 19.30 Uhr, THW-Unterkunft, Vereinsstraße 135, Gronau.
Die Ausbildung findet anschließend jeweils freitagabends statt.

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