01.04.2003, von Hans Dieter Meyer

Neue Wege der Zusammenarbeit

Die Unfallstelle aus der Vogelperspektive.

Unfälle und Katastrophen passieren nicht nur am hellen Tag. Damit auch abends und in der Nacht ein reibungsloses Arbeiten der Hilfskräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk erfolgen kann, übten beide Hilfsorganisationen am Montagabend gemeinsam auf dem Gelände der Spedition Nellen & Quack in Gronau an der Düppelstraße. Initiiert hatte die Freiwilligen Feuerwehr Gronau diese Übung, die zur Ausleuchtung einer Unfallstelle das Technische Hilfswerk in Gronau zur Hilfe rief. Unterstützend fungierten die THW-Helfer und lieferten an der angenommenen Unfallstelle das erforderliche Licht.

Zwei Lastwagen, so sah es das Drehbuch vor, waren zusammengestoßen und es galt, die verletzten Fahrer und Beifahrer aus den Fahrzeugen zu retten sowie die Ladung zu bergen. Hier spielte das erforderliche Licht eine wesentliche Rolle und die schattenfreie Ausleuchtung der Unfallstelle erleichterte dem Feuerwehrpersonal die Rettungs- und Bergungsaufgaben.

Gruppenführer Oberbrandmeister Detlef Jostwig hatte vor Ort die Führung des Feuerwehrpersonals. Der Leiter der Feuerwehr, Bernd Schatz, Löschzugführer Günter Meyer und THW-Ortsbeauftragter Lutz Schabbing waren diesmal nur Beobachter des Szenarios und betrachteten die Arbeit des freiwilligen Feuerwehrpersonals aus gebührendem Abstand.

Ungefähr 30 Feuerwehrfrauen und -männer nahmen an der Übung auf dem Nellen & Quack-Gelände teil. Sie wurden verstärkt durch sieben Kräfte des Technischen Hilfswerks unter leitung von Zugführer Stephan Fortkamp, die mit ihrem Beleuchtungsmaterial den Hof der Spedition nach Einbruch der Dunkelheit in helles Licht erstrahlen ließen.

Das 50 KVA-Notstromaggregat des THW lieferte den erforderlichen Strom für den Betrieb der beiden großen Halogen-Flutlichtscheinwerfer, die zusammen mehr als 20000 Watt lieferten. Ein auf 12 Meter ausgefahrener Hubsteiger diente dabei als Lichtgiraffe. Zusätzlich präsentierte das Technische Hilfswerk sein neuestes Beleuchtungsgerät, den „Power-moon“.

Nachdem in der Vergangenheit zwar gemeinsame Übungen stattgefunden haben, erklärten der Leiter der Feuerwehr Gronau, Bernd Schatz und THW-Ortsbeauftragter Lutz Schabbing, werde jetzt damit begonnen, neue Wege der Zusammenarbeit zu beschreiten. Der ersten Schritte in diese Richtung seien eine gemeinsame Ausbildung von Feuerwehrpersonal und THW-Helfern, die in Zukunft noch intensiviert werden soll sowie eine gemeinsame Atemschutz-Geräteträger-Ausbildung.

Axel Wienandts, Geschäftsführer der Spedition Nellen & Quack in Gronau sah die Arbeit der Hilfskräfte auf dem Speditionsgelände positiv. Spontan und selbstverständlich hatte er das Gelände und die Lastwagen für diese Feuerwehrübung zur Verfügung gestellt.


  • Die Unfallstelle aus der Vogelperspektive.

  • Das Beleuchtungsgerät des Technischen Hilfswerks sorgte für eine schattenfreie Ausleuchtung auf dem Gelände der Spedition Nellen & Quack in Gronau.

  • Die THW-Helfer unterstützten die Freiwillige Feuerwehr Gronau mit Stromerzeuger und Beleuchtungsmaterial

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