19.11.2011, von Ralf Kosse

Massenkarambolage auf der Autobahn 31

THW Gronau leuchtet Einsatzstelle aus

Am Freitag, dem 18.11.2011 wurde das THW Gronau um 21:45h von der Feuerwehr-Kreisleitstelle Borken zu einem Einsatz auf der Autobahn 31 alarmiert. Gegen 19:15h ereignete sich in dichtem Nebel eine Massenkarambolage auf der A31 zwischen den Anschlussstellen Gronau/Ochtrup und Heek in Fahrtrichtung Emden. Dabei rasten 52 Fahrzeuge ineinander, 35 Personen wurden verletzt, drei verstarben noch an der Unfallstelle.

Das THW Gronau rückte zunächst mit der Fachgruppe Elektroversorgung und neun Helfern aus, um an der Einsatzstelle Notstrom für die Einsatzkräfte zu erzeugen und um die Schadensstelle weiträumig auszuleuchten. Dabei kamen das 50KVA-Notstromaggregat mit angebautem Lichtmast zum Einsatz, sowie die Gelenkarbeitsbühne mit vier Flutlichtscheinwerfern und zwei sogenannte "Powermoon" Spezialleuchten. Damit konnte trotz Nebels die Einsatzstelle auf ihrer Länge von etwa 200 Metern taghell ausgeleuchtet werden.

Gegen 23h rückte die Bergungsgruppe 1 des THW Gronau zur Einsatzstelle aus, um einen provisorischen Übergang zwischen den beiden Fahrtrichtungen zu erstellen. Da die immer noch hinter der Unfallstelle wartenden LKW auf den Fahrtspuren in Richtung Emden aufgrund ihrer Länge nicht wenden konnten, wurde ein etwa 20m langes Stück der Leitplanke zwischen den beiden Autobahn-Fahrtrichtungen entfernt. Damit die LKW auf dem weichen Grünstreifen nicht einsackten, errichteten die Gronauer THW-Helfer eine Unterfütterung aus Holzbohlen. Dadurch konnte gewährleistet werden dass sogar Stahl-Transporter, Tankwagen und Überlängen-Fahrzeuge auf die Fahrbahn in Richtung Oberhausen wechseln konnten.

Nachdem gegen 3h morgens die letzten Kräfte von Feuerwehr, DRK, Johannitern und Malteser Hilfsdienst die Einsatzstelle nach Abschluss der Rettungsarbeiten verlassen hatten, verblieben neben einem Sicherheitsteam der Feuerwehr Heek noch sechs Gronauer THW-Helfer an der Einsatzstelle, um die Sicherungs- und Spurensuche-Aufgaben der Polizeikräfte mit Notstrom und Beleuchtung sicherzustellen. Der Verpflegungstrupp des THW Gronau versorgte in der Nacht ab 3h diese Helfer mit belegten Brötchen und Kaffee, insgesamt wurde Verpflegung für 60 Personen bereitgestellt.

Nach Sonnenaufgang konnten um 8h morgen die THW-Helfer das eingesetzte Gerät wieder abbauen und den Rückweg antreten. Um 9h wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt. Am Samstag Nachmittag half das Gronauer THW erneut mit Beleuchtung bei den Aufräumarbeiten an der Einsatzstelle. Nach dem Aufbau der Beleuchtung lösten die Kameraden des THW Ahaus die Gronauer Helfer ab und verblieben bis zum Abschluss der Räumungsarbeiten an der Einsatzstelle. Nach Spurensicherungen durch die Polizei am Tage wurden am frühen Abend die letzten Fahrzeuge von der Unfallstelle entfernt, in der Nacht wurde die Autobahn schon wieder für den Verkehr freigegeben.


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