07.06.2008, von Hans Dieter Meyer

Jugendarbeit des THW trägt Früchte

Mit ihren Familienangehörigen und dem Betreuerteam (rechts im Bild) stellten sich die Mitglieder der Jugendgruppe zur Gruppenaufnahme auf.

Können Sie sich eine spannendere Freizeitbeschäftigung vorstellen, die Sie in vielfältiger Weise herausfordert, geistige und körperliche Flexibilität verlangt und bei der Sie gemeinsam mit anderen sinnvoll helfen können? Für die Mitglieder der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks Gronau ist das keine Frage und sie zeigten während des Elternnachmittags im Mai ihren Angehörigen das, was sie unter der Leitung der ausgebildeten Jugendbetreuer des Technischen Hilfswerks Gronau bereits gelernt hatten.

Zugführer Florian Ewering hatte zuvor die Eltern der Jugendlichen in der THW-Unterkunft an der Vereinsstraße begrüßt und willkommen geheißen. Er und Jugendgruppenbetreuer Markus Fellrath gaben Auskünfte zum Technischen Hilfswerk allgemein, zu deren Ausstattung, zu Inlands- und Auslandseinsätzen, aber auch zur Ausbildung und zur Größe des Gronauer Ortsverbandes. So machte Florian Ewering deutlich, dass die Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sich an einsatztaktischen Forderungen für die Einheiten und Teileinheiten orientiert.

Ewering erklärte, dass Junghelfer bis hin zu den Althelfern eine kleine, zupackende Gemeinschaft bilden, die in der Not mit Kniff und Fingerspitzengefühl an der richtigen Stelle anfasst. Farblose und gelegentliche Mitmacher habe das THW nicht, sondern engagierte Persönlichkeiten, die mit Herz und Verstand helfen. Die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks genießen aufgrund ihrer humanitären Einsätze im In- und Ausland ein hohes Ansehen in der Bevölkerung.

Die THW-Jugend ist eine Nachwuchsorganisation der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, in der rund 15300 Kinder und Jugendliche in bundesweit 665 Jugendgruppen organisiert sind. Die Jugendgruppe in Gronau zählt derzeit 17 Mitglieder. Die THW-Jugend hat sich zum Ziel gesetzt, die jungen Menschen in spielerischer Form an die Technik des THW heran zu führen. Dabei wird jedoch neben der Ausbildung wie Stegebau, Transport von Verletzten, Ausleuchten von Einsatzstellen und anderen fachbezogenen Tätigkeiten, die in etwa ein Drittel des Jahresprogramms ausmachen, großer Wert auf allgemeine Jugendarbeit gelegt.

Jugendgruppenbetreuer Markus Fellrath ließ nicht unerwähnt, dass den Mitglieder der Jugendgruppe so Einiges geboten wird. Im vergangenen Jahr werden sie an verschiedensten Aktivitäten teilnehmen. So steht die THW-Wochenendübung in Wesel auf dem Plan und das Mitmachen als Mannschaft beim sportlichen Reservistenwettkampf.Eine Ausbildungsveranstaltung mit der Feuerwehr-Jugend ist geplant und natürlich eine schöne Jahresabschlussfeier. Der Höhepunkt in diesem Jahr wird allerdings die Teilnahme der Jugendlichen am THW-Bundesjugendlager, das in diesem Jahr im Juli in Trier stattfindet, sein. Zusammen mit mehr als 3500 Jugendlichen aus der ganzen Bundesrepublik werden die Jugendlichen aus Gronau ihr Können bei sportlichen Aktivitäten messen, werden eine Lagerolympiade mitmachen, aber auch Ausflüge oder Workshops und eine Technikshow erleben. „Es wird eine Woche mit viel Spiel und Spaß, mit lustigen Ferienspielen, netten Grillabenden und spannenden Wettkämpfen“, wie Jugendgruppeleiter Markus Fellrath erklärte.

Während des Elternnachmittags berichtete der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung, Hans Dieter Meyer über seine ehrenamtliche Tätigkeit. Als Vorsitzender der THW-Helfervereinigung gab er bekannt, dass er zusammen mit seinen Vorstandmitgliedern besonders die Jugendarbeit im Ortsverband fördert. So wird die Helfervereinigung der Jugendgruppe auch in diesem Jahr wieder einen nicht unerheblichen Betrag zur Verfügung stellen, damit für die Mitglieder die Teilnahme an diesem Bundesjugendlager gesichert ist.

Meyer machte deutlich, dass die Arbeit mit den Jugendlichen eine besondere Herausforderung darstelle und große Priorität habe. Die Mitglieder der Jugendgruppen sichern nach seinen Worten den Fortbestand des THW bundesweit. Daher sei die Förderung dieser Gruppen von großer Wichtigkeit. Das habe sich der Vorstand der THW-Helfervereinigung Gronau besonders auf die Fahnen geschrieben. „Wir müssen den Jugendlichen ein Ziel geben und ihnen eine spannende Freizeit-Beschäftigung bieten. Für Jugendliche, die Spaß und Spannung lieben ist die THW-Jugend genau die richtige Jugendorganisation. Viele der heute im THW ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer waren früher Mitglieder einer Jugendgruppe und sind nun aktive Helfer im Bergungszug oder einer der Fachgruppen“, so Hans Dieter Meyer.

Ein Film über die Arbeit des Technischen Hilfswerks im In- und Ausland rundete den ersten Teil des Informations-Nachmittags für die Eltern der Jugendlichen ab. 
Auf dem Freigelände zeigten die Jugendlichen dann ihr Können. Die Bergung einer im Fahrzeug verunfallten Person wurde vorgeführt und manche der jungen THW-Mitglieder erklärten ihren Eltern stolz die Ausstattung und die Geräte, die auf den blauen Lastwagen verlastet sind.

Das Interesse der Eltern an dieser Veranstaltung war in diesem Jahr überaus groß. Fast 50 Familienmitgliederwaren erschienen, um ihren Kindern, aber auch dem THW mal über die Schultern zu schauen. Eine gelungene Veranstaltung, wie Zugführer Florian Ewering, Jugendgruppenleiter Markus Fellrath und der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung, Hans Dieter Meyer feststellten.


  • Mit ihren Familienangehörigen und dem Betreuerteam (rechts im Bild) stellten sich die Mitglieder der Jugendgruppe zur Gruppenaufnahme auf.

  • Auch der THW-eigene Hubsteiger kam am Elternnachmittag zum Einsatz. Schwindelfreie und absturzgesicherte Jugendliche sahen sich den Unterkunftsbereich mal aus zehn Metern Höhe an.

  • Die Bergung einer verunfallten Person aus einem Lastwagen demonstrierten die Jugendlichen während des Elternnachmittags.

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