10.07.2015, von Hans Dieter Meyer

Integrationsrat besucht THW

Die erfolgreiche Integration zugewanderter Menschen ist eine wesentliche Zukunftsherausforderung für unsere Gesellschaft. Das Technische Hilfswerk hat sich nun dieser Herausforderung angenommen und versucht nun, gemeinsam mit dem Integrationsrat der Stadt Gronau die Chancen der Vielfalt zu nutzen und zu fördern.

Um das gemeinsam umzusetzen, trafen sich nun Vertreter des Integrationsrates und THW-Verantwortliche in der THW-Unterkunft an der Vereinsstraße. Mit dabei waren auch die Erste Beigeordnete der Stadt Gronau, Sandra Cichon und Sarah Schmalenstroer von der Integrationsagentur des Deutschen Roten Kreuzes, sowie Mechthild Große Dütting (SPD) und Hans-Günter Kendzierski (CDU).

Um das gemeinsam umzusetzen, trafen sich nun Vertreter des Integrationsrates und THW-Verantwortliche in der THW-Unterkunft an der Vereinsstraße. Mit dabei waren auch die Erste Beigeordnete der Stadt Gronau, Sandra Cichon und Sarah Schmalenstroer von der Integrationsagentur des Deutschen Roten Kreuzes, sowie  Mechthild Große Dütting (SPD) und Hans-Günter Kendzierski (CDU).
Schätzungsweise 1,7 Millionen Menschen engagieren sich bundesweit im Brand-, Zivil-oder Katastrophenschutz. Das freiwillige Engagement bildet damit die Grundlage des Bevölkerungsschutzes in
Deutschland, ohne das viele Leistungen nicht erbracht oder finanziert werden könnten. Allein in den Feuerwehren sind insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen aktiv engagiert, davon mehr als drei Viertel in den Freiwilligen Feuerwehren und knapp ein Fünftel in den Jugendfeuerwehren. In der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) macht der Anteil der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur ein Prozent aus. Und auch in den anderen Hilfsorganisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), dem Malteser Hilfsdienst (MHD) und der Johanniter-Unfall-Hilfe bilden freiwillig Engagierte das Rückgrat von Leistungen, die im Bevölkerungsschutz erbracht werden, wie eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin feststellt.
Menschen mit Migrationshintergrund sind in den Hilfsorganisationen allerdings stark unterrepräsentiert. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund bei der Feuerwehr und den Rettungsdiensten wird in Berlin nur auf zwei bis vier Prozent geschätzt. Er dürfte damit weit unter dem Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung liegen. Angesichts des demografischen Wandels, also einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung und einer relativ jungen Bevölkerung mit Migrationshintergrund wird sich deren Anteil an der Gesamtbevölkerung in Zukunft auch ohne Zuwanderung weiter erhöhen. Dadurch besteht die Gefahr,  dass die Hilfsorganisationen  die Zusammensetzung der Bevölkerung in Zukunft immer weniger widerspiegeln.
Das Problem hat nun auch das Technische Hilfswerk erkannt und versucht, sich diesen Menschen mit Migrationshintergrund zu öffnen.
Viele Migrantinnen und Migranten haben nur wenige Kenntnisse über Chancen und Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements in Hilfsorganisationen und es mangelt ihnen an Erfahrungen. Diese Form des Engagements gibt es in den meisten Herkunftsländern nicht.

Wie das in Deutschland funktioniert und welche Stellung das Technische Hilfswerk hat, wurde den Vertretern des  Integrationsrates der Stadt Gronau und weiteren Gästen in der THW-Unterkunft erklärt.
Ortsbeauftragter Lutz Schabbing begrüßte die Erschienenen und gab ihnen einen Einblick in die Freiwilligen-Organisation THW. Dabei ließ er nicht unerwähnt, dass  die ehrenamtlichen Mitglieder jederzeit auch weltweit bereit sind zu helfen, wenn es die Situation erfordert. Dabei war ihm wichtig, dass die Mitglieder der Hilfsorganisation sich zur Demokratie bekennen und keine Diskriminierung dulden. „Wir setzen uns für die Vielfalt unserer Gesellschaft auch im THW ein“, so Schabbing und „wir begeistern junge Menschen für das Technische Hilfswerk und zur Übernahme von Verantwortung“.
Timo Sonntag als Leiter der Jugendgruppe informierte die Anwesenden über die gut funktionierende Jugendgruppe und darüber, dass ein Großteil des aktiven Personals aus dieser Jugendgruppe entsprungen ist. Daher legt das THW Gronau besonderen Wert auf die Arbeit einer gut funktionierenden Jugendgruppe.
Nach einer Filmvorführung hatten die Gäste die Möglichkeit, sich einen Eindruck über das in Gronau vorgehaltene Material zu machen. Ausdrücklich wurde während der Veranstaltung drauf hingewiesen, dass besonders die Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen in Gronau wie Freiwillige Feuerwehr oder DRK vorbildlich ist.


  • Um das gemeinsam umzusetzen, trafen sich nun Vertreter des Integrationsrates und THW-Verantwortliche in der THW-Unterkunft an der Vereinsstraße. Mit dabei waren auch die Erste Beigeordnete der Stadt Gronau, Sandra Cichon und Sarah Schmalenstroer von der Integrationsagentur des Deutschen Roten Kreuzes, sowie Mechthild Große Dütting (SPD) und Hans-Günter Kendzierski (CDU).

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