Mitte Januar konnten zwei Helfer des THW Gronau an einer besonderen Ausbildung der Feuerwehr Gronau teilnehmen. An einem gesamten Samstag vermittelten die Brandschützer fundiertes Wissen zum Thema „Elektromobilität“. Im Fokus standen dabei die speziellen Eigenschaften von Elektrofahrzeugen sowie die daraus resultierenden Anforderungen für den Feuerwehreinsatz. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass die Brandgefahr von Elektrofahrzeugen lediglich rund 1,2 Prozent der ohnehin schon geringen Brandgefahr von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor beträgt.
Dennoch unterscheiden sich die Einsatz- und Löschstrategien bei Bränden von Elektrofahrzeugen deutlich von denen herkömmlicher Fahrzeuge. Zudem entwickelt sich die Technik rasant weiter, weshalb regelmäßige Fortbildungen unverzichtbar sind. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Elektromobilität wurden unter anderem die Arten und der Aufbau von Hochvoltbatterien, ihr Verhalten im Brandfall, aktuelle Sicherheitssysteme sowie moderne Löschkonzepte behandelt. Auch der Einsatz von Datenbanken und Software zur Einsatzplanung war Teil der Ausbildung.
Zentrale Erkenntnis des Tages war, dass die Batterien moderner Elektrofahrzeuge zwar äußerst sicher sind, dennoch jedoch fundiertes Hintergrundwissen bei den Einsatzkräften erforderlich bleibt. Im Gegensatz dazu werden die Gefahren von Akkus in Laptops, Mobiltelefonen oder E-Bikes häufig deutlich unterschätzt. Dass die Feuerwehr Gronau das Technische Hilfswerk selbstverständlich in solche Ausbildungsmaßnahmen einbindet, unterstreicht einmal mehr die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Organisationen in Gronau. Dafür danken wir den Kameradinnen und Kameraden herzlich.