22.03.2015, von Hans Dieter Meyer

Das größte Erdgaslager der Welt

Gelegenheit zur Besichtigung der Trianel Gasspeicheranlage im Amtsvenn hatten nun ehrenamtliche Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Gronau.

Für viele Bewohner Gronaus und der Umgebung geben die vielen Bohrungen und Pumpstationen im Amtsvenn Rätsel auf. Die Fragen der ehrenamtlichen THW-Kräfte nach der Nutzungsdauer, den Sicherheitsbestimmungen und den behördlichen Zuständigkeiten beantworteten Betriebsleiter Hans-Albrecht Pauly und Obertageingenieur Markus Sterneberg (im Bild rechts) .

Wie die Gesellschaft mitteilt, ist sie  ein europäisches Energieversorgungsunternehmen  mit Schwerpunkt auf Energiehandel, Energieerzeugung und der Beratung von Stadtwerken. Das Unternehmen  unterhält seit 2008 in Epe einen aus vier Salzkavernen bestehenden Erdgasspeicher mit einem Arbeitsgasvolumen von
204 Millionen Kubikmetern. Es handelt sich um einen der schnellsten Speicher in Deutschland, der von Trianel gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern , das sind derzeit 16 Stadtwerke und regionale Energieversorger,  realisiert wurde. Die in Epe gelagerte Gasmenge reicht aus, um über 300.000 moderne Einfamilienhäuser ganzjährig mit Gas zu versorgen.

Während der Besichtigung und des Vortrages kamen auch Sicherheitsaspekte zur Sprache und so manche Frage der Katastrophenschützer aus Gronau wurde seitens der Verantwortlichen beantwortet.  Betriebsleiter Hans-Albrecht Pauly und Obertageingenieur Markus Sterneberg zeigten dem THW-Personal die so genannte obertägige Anlage und erklärten den Ablauf von der Gaseinspeisung bis zur Abgabe an die jeweiligen Stadtwerke. Auch die Stadt Gronau profitiert vom Vorhandensein dieser Anlage. Von hier aus werden auch die Haushalte der Verbraucher in Gronau versorgt, wie Betriebsleiter Hans-Albrecht Pauly erklärte.

Trianel gibt an, dass dieser Idee, Interessen im Netzwerk zu bündeln, mittlerweile über 100 Gesellschafter und Partner aus dem kommunalen Bereich gefolgt sind. Zusammen versorgen die Trianel-Gesellschafter über sechs Millionen Menschen in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Damit ist Trianel das führende Stadtwerke-Netzwerk in Deutschland und Europa. Die Gesellschaft  konzentriert sich auf die Unterstützung der Stadtwerke bei ihrer Versorgungsaufgabe. Im Energiehandel und in der Beschaffung werden gezielt Interessen gebündelt und Synergien genutzt. Im Laufe der Jahre sind systematisch neue Geschäftsfelder aufgebaut worden. Neben der Energiebeschaffung ist Trianel in der Energieerzeugung, im Energiehandel, der Gasspeicherung, aber auch in der Beratung von Stadtwerken aktiv. Die in Epe befindlichen vier von Trianel genutzten Gaskavernen sind nach Auskunft des Betriebsleiters lediglich angemietet und  stehen nicht im Eigentum von Trianel. 

Im Amtsvenn in Epe, einem Ortsteil Gronaus,  befindet sich das größte unterirdische Erdgaslager der Welt. In ungefähr 100 Kavernen in einer Tiefe von 1000 bis 1400 Metern lagen Milliarden von Kubikmetern Gas, das hier aus verschiedensten Fördergebieten Europas über Pipelines angeliefert und zwischengelagert wird, um es später den Verbrauchern zuzuführen.  Ideal für die Speicherung war der dort vorhandene Salzstock.  Zuständig für die Sicherheit ist die Bezirksregierung in  Arnsberg. Angeblich ist jede in den Salzstock gespülte Kaverne so groß, dass der Kölner Dom darin Platz finden könnte.

In einigen wenigen Kavernen ist auch Öl eingelagert. Vor einigen Monaten kam es hier zu einem unkontrollierten Ölaustritt, der noch jetzt die Bevölkerung, aber auch die Behörden und dafür verantwortlichen Firmen beschäftigt.


  • Für viele Bewohner Gronaus und der Umgebung geben die vielen Bohrungen und Pumpstationen im Amtsvenn Rätsel auf. Die Fragen der ehrenamtlichen THW-Kräfte nach der Nutzungsdauer, den Sicherheitsbestimmungen und den behördlichen Zuständigkeiten beantworteten Betriebsleiter Hans-Albrecht Pauly und Obertageingenieur Markus Sterneberg (im Bild rechts) .

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