17.10.2001, von Karsten Kebbedies

Brand im Gronauer Industriegebiet

Unser Unimog 7,5to mit Notstromerzeuger 50kVA beim Ausleuchten

Am 17.Oktober 2001 entstand in einer Produktionshalle einer kunststoffverarbeitenden Firma im Gronauer Industriegebiet durch einen technischen Defekt gegen 19:30 Uhr ein Brand in einer Maschine. Da Löschversuche einiger Angestellter fehlschlugen, wurde um 19:45 Uhr die Gronauer Feuerwehr alarmiert, die mit ihren Löschzügen 1 und 2, sowie einem Atemschutzgerätewagen des Kreises Steinfurt anrückte.

Da sich der Einsatz über längere Zeit hinzog, wurde um 21:46 Uhr das Technische Hilfswerk, Ortsverband Gronau, zunächst nur über die digitale Rufschleife alarmiert. Um 22:05 Uhr verließ der GKW1 mit acht Helfern und der MLW II 2to. mit dem angehängten Notstromerzeuger 50kVA und zwei Helfern Besetzung die Unterkunft in Richtung Brandstelle. Vier Helfer verblieben an der Unterkunft und koordinierten auch weiterhin den gesamten Einsatz von dort.

Um 22:15h wurden zusätzlich die analogen Funkmelder des Ortsverbandes alarmiert, dabei kam auch erstmals die Alarmierung per SMS (Short Message Service) aufs Handy zum Einsatz.

Um 22:16 Uhr fuhr der MTW mit unserer Gelenkarbeitsbühne und vier Helfern Besetzung in Richtung Einsatzort; um 22:20 Uhr folgte der MLW 3to. Schliesslich verließ der GKW II um 22:36 Uhr mit weiteren acht Helfern die Unterkunft.

Am Einsatzort wurden zunächst die Notstromerzeuger 20kVA und 50kVA zur Stromerzeugung, hauptsächlich für die Beleuchtung, aufgebaut. Es folgte der Aufbau der Gelenkarbeitsbühne mit einem 10.000 Watt-HQI-Scheinwerfer, sowie von vier Stativen mit je zwei mal 1000 Watt-Scheinwerfern.

In dem Betrieb wurden flüssige Kunststoffe sowie Kunststoffharze verarbeitet; durch den Brand hat sich das Feuer auch auf Rohrleitungen mit flüssigen Kunststoffen ausgebreitet. Normalerweise bei einer Temperatur von 700°C, hatte sich die Kunststoffmasse auf über 1000°C erhitzt.

Die Feuerwehr wollte nun durch diese Kunststoff-Rohrleitungen Schaum leiten, um den Brand in der betroffenen Maschine und dem angrenzenden Rohrsystem zu löschen. Dazu mussten Öffnungen für die Schaumkanonen in die Rohre geschnitten werden. Dies übernahmen 4 Atemschutzgeräteträger des THW Gronau.

Vier weitere Helfer unter schwerem Atemschutz blieben zur Reserve ausserhalb des Gebäudes. Nachdem die Öffnungen erstellt waren, unterstützte das THW die Feuerwehr bei ihren Löscharbeiten noch bis 3:00 Uhr mit Beleuchtung. Um 1 Uhr waren schon 26 der insgesamt 32 Helfer von der Einsatzstelle zur Unterkunft zurückgekehrt. Um 4 Uhr war der Einsatz für das THW beendet.  


  • Unser Unimog 7,5to mit Notstromerzeuger 50kVA beim Ausleuchten

  • Der Notstromerzeuger (NEA, "Netzersatzanlage") 50kVA, der die gesamte Beleuchtung mit Strom versorgte, vor dem Firmengelände

  • Helfer des Ortsverbandes Gronau unterstützen die Gronauer Feuerwehr unter schwerem Atemschutz bei den Löscharbeiten

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