26.07.1991, von Hans Dieter Meyer

Bergung eines LKW

In den frühen Morgenstunden des 26. Juli 1991 kam der Einsatzbefehl für das Technische Hilfswerk Gronau. Ein türkischer Lastwagenfahrer hatte in der Nacht zum Freitag gegen drei Uhr den Sattelauflieger seines 40 t LKW verloren.

Zugmaschine befreit durch Hebekissen

Nachdem der Mann zunächst versucht hatte, den Schaden selber zu beheben, mußten schließlich um kurz nach 5 Uhr die Helfer des THW Gronau ran. Innerhalb von einer knappen Stunde war der Fall dann gelöst. Mit einem Ausrüstungsgegenstand - einem sogenannten Hebekissen - wurde der Auflieger Zentimeter für Zentimeter hochgedrückt und anschließend mit Europaletten abgestützt. Auf diese Weise konnte zunächst die unter dem Sattelauflieger eingeklemmte Zugmaschine befreit werden.

Anschließend brachten die THW-Männer den Auflieger in eine günstige Position, so das der türkische Fahrer seinen 'Anhänger' wieder ankuppeln konnte. Den großen Kraftakt vollbrachte die Mannschaft des Technischen Hilfswerks Gronau dank technischer Unterstützung sozusagen mit dem kleinen Finger. Das 'Hebekissen' wird mit Druckluft betrieben und ist durch seine Bauart in der Lage 40 Tonnen ca 50cm hoch zu heben. Dabei wird die Druckluft über ein Steuergerät kontrolliert, welches einer Fernsteuerung von Spielzeugautos ähnelt.

Der schnellen Bergung des LKW durch den Einsatz der 'grauen Truppe' ist es zu verdanken, daß der einsetzende Verkehr nicht behindert wurde.


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