Bei der Helfervollversammlung 2026 des Technischen Hilfswerks (THW) Gronau blickte Zugführer Torsten Lammers am vergangenen Freitagabend auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Die insgesamt 97 Mitglieder des Ortsverbandes leisteten rund 14.700 Stunden ehrenamtliche Arbeit in Übungen, Einsätzen und Hilfeleistungen. Damit lag der Wert leicht unter dem des Vorjahres.
In der Jugendgruppe erlernen derzeit 19 Jugendliche ab zwölf Jahren den Umgang mit der THW-Technik sowie das Retten von Personen. Zur aktiven Einsatzmannschaft gehören 66 Helfer und 12 Helferinnen, die rund um die Uhr einsatzbereit sind, um in Gronau und ganz Deutschland zu helfen. Der Frauenanteil von gut 18 Prozent liegt damit über dem THW-Durchschnitt. Die Mitgliederzahlen steigen seit Jahren langsam, aber stetig, wie Lammers erfreut feststellte. Durch regelmäßige Übungen, Ausbildungen und die hohe Teilnahme an externen Lehrgängen erreicht der Ortsverband Gronau eine Einsatzbefähigung von 157 Prozent des vom THW vorgesehenen Sollwertes.
Ortsbeauftragter Florian Ewering berichtete, dass inzwischen alle einsatzbefähigten Helferinnen und Helfer mit der neuen Einsatzkleidung „Multifunktionaler Einsatzanzug 2.0“ ausgestattet sind. Die neue Bekleidung ersetzt das über 25 Jahre alte Vorgängermodell. Sie ist moderner geschnitten, vielseitiger einsetzbar und erstmals auch in einem eigenen Schnitt für weibliche Einsatzkräfte erhältlich. Farblich bleibt es beim klassischen Blau, nun jedoch dunkler sowie mit silbernen statt gelben Reflexstreifen.
Die Stärkung des Zivilschutzes wird das THW auch im laufenden Jahr intensiv beschäftigen, so Ewering. Vor dem Hintergrund der sogenannten „Zeitenwende“ baut das THW seine Zivilschutzfähigkeiten insbesondere in den Bereichen Notstromversorgung, technische Rettung sowie Wiederherstellung von Infrastruktur und Brücken weiter aus. Da die politischen Entscheidungsträger die finanziellen Mittel für das THW erneut erhöht haben, sind in diesen Bereichen weitere Investitionen in Material und Ausrüstung geplant.
Turnusgemäß fanden am Abend die Wahlen der Helfersprecherinnen und Helfersprecher statt. Martin Tüpker, Daniela Dierselhuis und Karsten Kebbedies wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zum Abschluss des Abends erhielten vier Helferinnen und Helfer die Hochwasser-Ehrennadel 2023 des Landes Niedersachsen. Jule Böing, Kira Meier, Alexander Urbatsch und Patrick Dold wurden damit für ihren Einsatz beim Winterhochwasser zum Jahreswechsel 2023/2024 in Dörpen und Meppen ausgezeichnet.